Neubau

Effizienzhaus 40 im Neubau

Der Referenzstandard der Neubauförderung: was EH 40 rechnerisch verlangt, wie man ihn erreicht — und wo die teuren Umwege liegen.

DIN V 18599GEGKfW 297/298DIN 4108 Beiblatt 2

Worum es geht

Effizienzhaus 40 heißt: Ihr Neubau darf rechnerisch nur 40 Prozent der Primärenergie eines gesetzlich definierten Referenzgebäudes benötigen, und auch der Wärmeverlust über die Gebäudehülle ist begrenzt. Beide Bedingungen müssen erfüllt sein — eine besonders gute Anlagentechnik gleicht eine schwache Hülle nicht beliebig aus.

In der Praxis wird EH 40 über ein Zusammenspiel erreicht: kompakter Baukörper, durchgängige Dämmebene, wärmebrückenarme Details, gute Fenster, dichte Gebäudehülle, Lüftung mit Wärmerückgewinnung und ein effizienter Wärmeerzeuger. Welcher Hebel bei Ihnen am günstigsten wirkt, ist von Entwurf zu Entwurf verschieden.

Wir rechnen den Standard für Ihren konkreten Entwurf nach und zeigen, welche Kombination ihn am wirtschaftlichsten erreicht — statt pauschal die Dämmstärke zu erhöhen, bis es rechnerisch passt.

Für wen das gedacht ist

  • Bauherren, die einen Förderkredit für den Neubau anstreben
  • Bauherren, die mit Architekt oder Fertighausanbieter über den Standard verhandeln
  • Alle, die wissen wollen, was EH 40 an Mehrkosten wirklich bedeutet
  • Käufer, denen ein Objekt als Effizienzhaus angeboten wird

Was wir konkret tun

  • Bilanzierung nach DIN V 18599 für Ihren Entwurf
  • Prüfung beider Anforderungen: Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust
  • Variantenrechnung: Dämmstandard, Fenster, Lüftung und Wärmeerzeuger im Vergleich
  • Bewertung der Wärmebrücken und der Luftdichtheitsanforderung
  • Einordnung, ob die EE-Klasse erreichbar ist und was sie bringt
  • Abgleich mit dem GEG-Nachweis, damit nicht zweimal gerechnet wird
  • Konkrete Empfehlung mit Mehrkosten je Variante

Was Sie am Ende in der Hand haben

  • Nachweisrechnung mit Bewertung gegen die Effizienzhaus-Anforderungen
  • Variantenvergleich mit Kosten und Wirkung je Maßnahme
  • Liste der Details, die auf der Baustelle kontrolliert gehören
  • Klare Aussage, ob der Standard mit dem aktuellen Entwurf erreichbar ist

Ablauf

SCHRITT 01

Unterlagen sichten

Pläne, Bauteilaufbauten, geplante Technik. Wir sagen, ob die Datenlage für die Bilanzierung reicht.

SCHRITT 02

Bilanzierung

Berechnung nach DIN V 18599 mit Ihren realen Aufbauten statt mit Standardwerten.

SCHRITT 03

Varianten

Wir rechnen Alternativen und stellen Mehrkosten und Wirkung gegenüber.

SCHRITT 04

Besprechung

Ergebnis mit Ihnen und Ihrem Planer durchgehen, Entscheidungen festhalten.

Was wir von Ihnen brauchen

  • Grundrisse, Schnitte und Ansichten
  • Bauteilaufbauten mit Dämmstoffen und Dicken
  • Fensterdaten: Verglasung, Rahmen, Größen und Ausrichtung
  • Geplante Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung
  • Angaben zu geplanter Photovoltaik, falls vorgesehen

Fehlt etwas davon? Kein Problem — wir sagen Ihnen im Erstgespräch, wie sich die Lücke schließen lässt.

Häufige Fragen zu Effizienzhaus 40

Warum reicht eine dicke Dämmung allein nicht?
Weil der Nachweis zwei Größen prüft. Der Primärenergiebedarf hängt stark am Wärmeerzeuger und am eingesetzten Energieträger, der Transmissionswärmeverlust an der Hülle. Wer nur an einer Schraube dreht, zahlt am Ende mehr als nötig.
Brauche ich für EH 40 eine Lüftungsanlage?
Vorgeschrieben ist sie nicht, rechnerisch hilft eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung aber erheblich. Bei dichten Neubauten ist ohnehin ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 gefordert — die Frage ist also weniger ob, sondern in welcher Ausführung.
Was bringt die EE-Klasse zusätzlich?
Sie verlangt einen Mindestanteil erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung. Mit einer Wärmepumpe ist sie meist ohnehin erfüllt. Ob sie in Ihrem Förderweg einen Unterschied macht, hängt vom Programm ab und gehört vor dem Antrag geklärt.
Gilt EH 40 auch als GEG-Nachweis?
Die Bilanzierung ist dieselbe Rechenmethode, die Nachweise haben aber unterschiedliche Adressaten und Formulare. Wir erstellen beides aus einem Datensatz, damit die Zahlen nicht auseinanderlaufen.
Technisch weiter

Wenn es konkret wird: Berechnung statt Empfehlung

Heizungswahl, Anlagenauslegung und Photovoltaik gehören zur Bauberatung. Diese Leistungen setzen an dieser Stelle an.

HeizlastberechnungLüftungskonzeptWärmepumpenauslegungAlle Leistungen der Bauberatung