Berechnung & Nachweise

Wärmepumpenauslegung

Die richtige Größe, die richtige Bauart, die richtige Vorlauftemperatur — herstellerunabhängig gerechnet statt aus dem Katalog gegriffen.

DIN EN 12831-1VDI 4645DIN EN 14511GEG § 71
Luft-Wasser-Wärmepumpe im Außenbereich eines Einfamilienhauses

Worum es geht

Eine Wärmepumpe verzeiht Auslegungsfehler schlechter als jeder Gaskessel. Zu groß gewählt taktet sie, verschleißt schneller und verbraucht mehr Strom als nötig. Zu knapp ausgelegt heizt der Heizstab die Rechnung nach oben.

Wir legen Ihre Wärmepumpe auf Basis der raumweisen Heizlast aus: Wir bestimmen die notwendige Vorlauftemperatur aus Ihren realen Heizflächen, wählen Betriebsweise und Bivalenzpunkt, dimensionieren Puffer und Warmwasserspeicher und prognostizieren die Jahresarbeitszahl.

Dabei sind wir an keinen Hersteller gebunden. Wir vergleichen konkrete Geräte anhand ihrer Kennfelder — nicht anhand von Prospektwerten bei A7/W35.

Für wen diese Leistung gedacht ist

  • Eigentümer, die von Gas oder Öl auf Wärmepumpe umsteigen
  • Bauherren im Neubau mit Flächenheizung
  • Alle, die drei sehr unterschiedliche Angebote vorliegen haben
  • Betreiber, deren Wärmepumpe mehr verbraucht als versprochen

Was wir konkret tun

  • Auswertung der raumweisen Heizlast als Auslegungsgrundlage
  • Ermittlung der erforderlichen Systemtemperatur aus dem Heizflächenbestand
  • Auswahl der Bauart: Luft/Wasser, Sole/Wasser oder Wasser/Wasser
  • Festlegung von Betriebsweise, Bivalenzpunkt und Sperrzeitenreserve
  • Dimensionierung von Puffer-, Trennspeicher und Warmwasserspeicher
  • Prüfung von Volumenstrom und Spreizung gegen das Gerätekennfeld
  • JAZ-Prognose und Betriebskostenabschätzung
  • Herstellerneutraler Gerätevergleich anhand von Kennfeldern

Was Sie am Ende in der Hand haben

  • Auslegungsbericht mit Leistungsempfehlung und Begründung
  • Konkrete Geräteempfehlung mit Alternativen
  • Vorgaben für Vorlauftemperatur, Spreizung und Volumenstrom
  • Speicher- und Hydraulikkonzept als Vorgabe für den Handwerker
  • JAZ- und Stromkostenprognose

Ablauf

SCHRITT 01

Bestand erfassen

Heizflächen, Dämmstandard, Warmwasserbedarf und Stromsituation werden aufgenommen.

SCHRITT 02

Systemtemperatur bestimmen

Wir rechnen aus, welche Vorlauftemperatur Ihre vorhandenen Heizflächen wirklich brauchen.

SCHRITT 03

Auslegung

Leistungsbedarf, Bivalenzpunkt, Speicher und Hydraulik werden festgelegt und gegen Kennfelder geprüft.

SCHRITT 04

Entscheidung

Sie bekommen eine begründete Empfehlung und wissen, worauf Sie bei Angeboten achten müssen.

Was wir von Ihnen brauchen

  • Raumweise Heizlast oder Unterlagen zur Berechnung
  • Liste und Fotos aller Heizflächen mit Baumaßen
  • Aktuelle Vorlauftemperatur und Heizkurve, falls bekannt
  • Warmwasserbedarf und Anzahl der Personen
  • Angaben zu Zählerschrank, Netzanschluss und PV-Anlage

Fehlt etwas davon? Kein Problem — wir sagen Ihnen im Erstgespräch, wie sich die Lücke schließen lässt.

Häufige Fragen zu Wärmepumpenauslegung

Funktioniert eine Wärmepumpe in meinem Altbau?
Meistens ja — die Frage ist, mit welcher Vorlauftemperatur und zu welchen Betriebskosten. Genau das rechnen wir aus, bevor Sie investieren. Oft reichen der Tausch weniger Heizkörper und ein sauberer Abgleich, um in einen wirtschaftlichen Bereich zu kommen.
Brauche ich einen Pufferspeicher?
Nicht automatisch. Ein falsch eingebundener Puffer kostet Effizienz. Wir prüfen, ob das Mindestwasservolumen und die Abtauenergie ohne Puffer sichergestellt sind, und legen andernfalls die Einbindung so fest, dass keine unnötige Mischung entsteht.
Was ist eine realistische Jahresarbeitszahl?
Das hängt vor allem an der Vorlauftemperatur. Als Faustwert kostet jedes Grad mehr Vorlauf rund zweieinhalb Prozent Effizienz. Wir geben Ihnen eine Prognose auf Basis Ihres Gebäudes statt einer Katalogzahl.
Kann ich damit Angebote vergleichen?
Genau dafür ist die Auslegung gedacht. Mit klaren Vorgaben zu Leistung, Speicher und Hydraulik werden Angebote erst vergleichbar.