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U-Wert berechnen.

Bauteil wählen, Schichten von innen nach außen aufbauen, Dämmstärke am Regler verschieben — der U-Wert läuft mit. Dazu der direkte Abgleich mit den Höchstwerten des Gebäudeenergiegesetzes, damit Sie sofort sehen, ob Ihr Aufbau reicht.

Schritt 1 — Bauteil

Schritt 2 — Standardaufbau übernehmen

Schritt 3 — Schichten von innen nach außen

Schicht 1 · Innenseite
λ 0,700 W/mK · R 0,021 m²K/W
Schicht 2 · Zwischenschicht
λ 0,800 W/mK · R 0,300 m²K/W
Schicht 3 · Außenseite
λ 0,870 W/mK · R 0,023 m²K/W

U-Wert des Bauteils

1,94W/m²K
Hohe Wärmeverluste

Hier geht viel Wärme verloren. Eine Dämmung rechnet sich bei solchen Werten meist am schnellsten.

GEG-Anforderung nicht erfülltAußenwand darf nach GEG Anlage 7 höchstens 0,24 W/m²K haben. Ihr Wert liegt darüber1,94 W/m²K.
Wärmeübergang innen (Rsi)0,13 m²K/W
Schichten zusammen0,34 m²K/W
Wärmeübergang außen (Rse)0,04 m²K/W
Gesamtwiderstand0,51 m²K/W
Aufbaudicke27,5 cm

Zum Vergleich — Wand

Altbau ungedämmt1,3 – 1,8 W/m²K
Saniert mit WDVS0,20 – 0,35 W/m²K
Neubauunter 0,24 W/m²K

Überschlag für den ungestörten Bauteilquerschnitt nach DIN EN ISO 6946. Wärmebrücken, Feuchte und Holzanteile sind nicht enthalten — für Energieausweis oder Förderantrag gehört die Berechnung geprüft.

Was der U-Wert aussagt

Der U-Wert — genauer der Wärmedurchgangskoeffizient — gibt an, wie viel Wärme durch einen Quadratmeter Bauteil verlorengeht, wenn zwischen innen und außen ein Kelvin Temperaturunterschied besteht. Die Einheit ist W/m²K. Er beschreibt also den Verlust, nicht die Dämmwirkung: Je kleiner der Wert, desto besser.

Eine ungedämmte Altbauwand liegt bei etwa 1,5 W/m²K, dieselbe Wand mit 12 cm Dämmung bei rund 0,22. Über die Heizperiode ist das der Unterschied zwischen einer Wand, die Sie beheizen, und einer, die die Wärme im Haus lässt.

Der Rechenweg

Jede Schicht bekommt ihren Wärmedurchlasswiderstand R aus Dicke geteilt durch Wärmeleitfähigkeit. Diese Widerstände addieren sich, dazu kommen die Wärmeübergangswiderstände an beiden Oberflächen. Der U-Wert ist der Kehrwert der Summe:

U = 1 / (R si + Σ(d / λ) + R se)

d ist die Schichtdicke in Metern, λ die Wärmeleitfähigkeit des Materials in W/mK. Rsi und Rse sind nach DIN EN ISO 6946 je Bauteil festgelegt — für eine Außenwand 0,13 innen und 0,04 außen.

Warum doppelte Dämmung nicht den halben U-Wert bringt

Weil der U-Wert der Kehrwert einer Summe ist, wirken die ersten Zentimeter Dämmung am stärksten. Bei einer Ziegelwand fällt der Wert von 0 auf 8 cm Dämmung von etwa 1,5 auf 0,35 — von 8 auf 16 cm dann nur noch auf rund 0,20. Die wirtschaftlich sinnvolle Stärke ist deshalb fast nie die größtmögliche, sondern die, an der Förderanforderung und Grenznutzen zusammenpassen. Probieren Sie es im Rechner am Regler aus.

Gesetzliche Anforderung

Welche U-Werte das GEG verlangt

Wer ein Bauteil ohnehin anfasst und dabei mehr als zehn Prozent der Fläche ändert, muss diese Höchstwerte aus Anlage 7 des Gebäudeenergiegesetzes einhalten — auch ohne Förderung. Der Rechner prüft das für das gewählte Bauteil automatisch mit.

0,24W/m²K

Außenwand

0,24W/m²K

Steildach und Dachfläche

0,24W/m²K

Oberste Geschossdecke

0,30W/m²K

Kellerdecke und Boden gegen Erdreich

1,30W/m²K

Fenster

1,80W/m²K

Außentür

Für Fördermittel gelten schärfere Werte: Bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude muss eine gedämmte Außenwand 0,20 W/m²K erreichen. Die Anforderungen für die übrigen Bauteile stehen in den technischen Mindestanforderungen der jeweils gültigen Richtlinie und ändern sich häufiger — vor einem Antrag also prüfen lassen.

Lambda-Tabelle

Wärmeleitfähigkeit gängiger Baustoffe

Lambda ist eine Stoffeigenschaft und unabhängig von der Dicke. Erst Dicke geteilt durch Lambda ergibt den Widerstand einer Schicht. Kleines Lambda heißt gut dämmend.

Rechenwerte des Tools, gerundet auf typische Größenordnungen
Baustoffλ in W/mKTypisch für
XPS-Dämmung0,032Boden, Dach
Mineralwolle0,035Wand, Dach, Decke
EPS-Dämmung0,035Wand, Boden
Massivholz / Brettschichtholz0,130Dach, Decke, Tür, Wand
Moderne Hochlochziegel0,160Wand
Abdichtung / Bitumenbahn0,170Dach, Boden
Ruhende Luftschicht (vereinfacht)0,180Wand, Dach, Decke
Gipskartonplatte0,250Wand, Decke, Dach
Innenputz / Kalkzementputz0,700Wand, Decke
Vollziegel / altes Mauerwerk0,800Wand
Außenputz0,870Wand
Kalksandstein1,400Wand
Estrich1,400Boden, Decke
Stahlbeton2,300Decke, Boden, Wand
Fenster und Türen

Warum hier nicht gerechnet, sondern nachgeschlagen wird

Fenster und Türen haben keinen sinnvollen Schichtaufbau: Ihr Uw-Wert wird am fertigen Element nach DIN EN ISO 10077 geprüft und enthält Rahmen, Verglasung, Randverbund und Übergangswiderstände bereits. Wer stattdessen Dicke durch Wärmeleitfähigkeit teilt, bekommt grob falsche Werte. Der Rechner nimmt deshalb den Bauteilwert direkt — und Sie können ihn durch den Wert aus Ihrem Datenblatt ersetzen.

Anhaltswerte — maßgeblich ist immer das Datenblatt des Herstellers
BauteilUw in W/m²KGEG-Höchstwert
Fenster 3-fach Verglasung (als Gesamtbauteil)0,801,30
Gedämmtes Türblatt0,901,80
Fenster 2-fach Verglasung (als Gesamtbauteil)1,301,30
Alte massive Holztür1,801,80
Randbedingungen

Wärmeübergangswiderstände je Bauteil

Rsi und Rse sind keine frei wählbaren Werte, sondern in DIN EN ISO 6946 festgelegt. Der Rechner setzt sie je nach Bauteil automatisch ein.

Wärmeübergangswiderstände nach DIN EN ISO 6946
BauteilRsi innenRse außen
Wand0,13 m²K/W0,04 m²K/W
Dach0,10 m²K/W0,04 m²K/W
Decke0,10 m²K/W0,04 m²K/W
Boden0,17 m²K/W0,04 m²K/W
Fenster0,13 m²K/W0,04 m²K/W
Tür0,13 m²K/W0,04 m²K/W
Häufige Fragen

U-Wert — kurz beantwortet

Was ist der U-Wert?
Der U-Wert, genauer der Wärmedurchgangskoeffizient, gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil verlorengeht — in Watt je Quadratmeter und Kelvin Temperaturunterschied. Je kleiner der Wert, desto besser dämmt das Bauteil. Eine ungedämmte Altbauwand liegt bei etwa 1,5 W/m²K, eine gedämmte bei 0,20.
Ist ein hoher oder niedriger U-Wert besser?
Ein niedriger. Der U-Wert beschreibt den Verlust, nicht die Dämmwirkung — wer ihn halbiert, halbiert den Wärmestrom durch das Bauteil. Verwechselt wird er oft mit dem R-Wert, dem Wärmedurchlasswiderstand: Der ist der Kehrwert und dort ist mehr besser.
Wie berechnet man den U-Wert?
Über den Kehrwert der addierten Widerstände: U = 1 / (Rsi + Σ(d / λ) + Rse). Für jede Schicht wird die Dicke in Metern durch die Wärmeleitfähigkeit λ geteilt, das ergibt ihren Wärmedurchlasswiderstand. Dazu kommen die Wärmeübergangswiderstände innen (Rsi) und außen (Rse), die je nach Bauteil festgelegt sind.
Was ist der Lambda-Wert?
Lambda (λ) ist die Wärmeleitfähigkeit des einzelnen Materials in W/mK — eine Stoffeigenschaft, unabhängig von der Dicke. Dämmstoffe liegen bei 0,032 bis 0,040, Vollziegel bei etwa 0,80, Stahlbeton bei 2,30. Erst Dicke geteilt durch Lambda ergibt den Widerstand der Schicht.
Welchen U-Wert schreibt das GEG vor?
Nach GEG Anlage 7 gelten bei Änderungen an bestehenden Gebäuden: Außenwand, Steildach und oberste Geschossdecke höchstens 0,24 W/m²K, Kellerdecke und Boden gegen Erdreich 0,30, Fenster 1,30 und Außentüren 1,80. Diese Werte greifen, sobald mehr als zehn Prozent der Bauteilfläche verändert werden — auch ohne Förderung.
Wie viel Dämmung brauche ich für einen bestimmten U-Wert?
Für eine Altbauwand aus Vollziegel reichen rund 10 bis 12 cm Dämmung mit λ 0,035, um die GEG-Grenze von 0,24 W/m²K zu erreichen. Für die schärferen Förderanforderungen sind eher 14 bis 16 cm nötig. Der Rechner zeigt das direkt: Dämmstärke im Regler verändern und den U-Wert mitlaufen lassen.
Warum bringt doppelte Dämmstärke nicht den halben U-Wert?
Weil der U-Wert der Kehrwert einer Summe ist. Die ersten Zentimeter Dämmung wirken am stärksten, jeder weitere Zentimeter bringt weniger. Von 0 auf 8 cm fällt der Wert einer Ziegelwand von rund 1,5 auf 0,35 — von 8 auf 16 cm nur noch auf etwa 0,20. Deshalb ist die wirtschaftlich sinnvolle Stärke fast nie die größtmögliche.
Wie genau ist das Ergebnis?
Es ist eine belastbare Überschlagsrechnung für den ungestörten Bauteilquerschnitt. Nicht enthalten sind Wärmebrücken, Feuchte, Holzanteile bei Sparren und Ständern, hinterlüftete Schichten und die konkrete Einbausituation von Fenstern. Für Energieausweis, Förderantrag oder Sanierungsfahrplan gehört die Berechnung in die Hand eines Energieberaters.
Vom Wert zur Entscheidung

Lohnt sich die Dämmung bei Ihnen?

Der U-Wert ist die halbe Antwort. Welche Stärke wirtschaftlich ist, was gefördert wird und in welcher Reihenfolge saniert werden sollte, hängt am ganzen Gebäude — das rechnen wir herstellerunabhängig durch.