Kostenloses Tool · ohne Anmeldung

Luftmenge berechnen.

Wie viel Frischluft braucht Ihre Wohnung? Tragen Sie Küche, Bad und WC ein, dazu die Zahl der Bewohner — der Rechner ermittelt die Nennlüftung nach DIN 1946-6 und alle weiteren Lüftungsstufen. Ergebnis als Excel oder CSV zum Mitnehmen.

Schritt 1 — Ablufträume

Schritt 2 — Wohnung

30 m³/h je Person

m² — nur für die Luftwechselrate

m — üblich 2,5

Nennlüftung

120m³/h

Maßgebend ist das Verfahren mit dem höheren Wert — hier die Personenzahl. Das entspricht einer Luftwechselrate von 0,40 pro Stunde.

Über Ablufträume115 m³/h
Über Personenzahl120 m³/h

Die weiteren Stufen

Reduzierte Lüftung (0,7)84 m³/h
Intensivlüftung (1,3)156 m³/h
Raumvolumen300

Gesamt-Außenluftvolumenstrom nach den beiden gebräuchlichsten Verfahren der DIN 1946-6. Die Aufteilung auf Zulufträume, die Infiltration der Gebäudehülle und der Nachweis des Feuchteschutzes gehören ins vollständige Lüftungskonzept.

Wie die Luftmenge bestimmt wird

Die DIN 1946-6 kennt mehrere Wege zum Gesamt-Außenluftvolumenstrom, und maßgebend ist der größte der ermittelten Werte. Dieser Rechner nutzt die beiden gebräuchlichsten.

Über die Ablufträume

Jeder Raum, aus dem abgesaugt wird, bekommt einen festen Wert bei Nennlüftung — unabhängig von seiner Größe, weil nicht das Volumen, sondern die Feuchte- und Geruchslast den Bedarf bestimmt:

Küche: 45 m³/h · Bad (mit oder ohne WC): 45 m³/h · WC separat: 25 m³/h · Hauswirtschaftsraum: 25 m³/h

Über die Personenzahl

Der zweite Weg rechnet mit 30 m³/h je Person im Haushalt. Bei kleinen Wohnungen mit vielen Bewohnern gibt dieser Ansatz den Ausschlag, bei großen Wohnungen mit wenigen Bewohnern die Summe der Ablufträume.

V̇ = max( Σ Ablufträume ; 30 · Personen )

Und die Wohnfläche?

Die Norm kennt auch ein flächenbezogenes Verfahren. Dessen Beiwerte stehen allein im Normtext, weshalb dieser Rechner sie bewusst nicht wiedergibt statt sie zu schätzen. Die Fläche geht hier nur in die Luftwechselrate ein, damit Sie das Ergebnis einordnen können: Volumenstrom geteilt durch Raumvolumen. In Wohnungen liegt sie bei Nennlüftung meist zwischen 0,4 und 0,6 pro Stunde.

Die vier Stufen

Lüftungsstufen nach DIN 1946-6

Die Norm beschreibt vier Betriebszustände. Drei davon leiten sich rechnerisch aus der Nennlüftung ab — der Feuchteschutz nicht.

70% der Nennlüftung

Reduzierte Lüftung

Muss dauerhaft sichergestellt sein — auch bei zeitweiliger Abwesenheit.

100% der Nennlüftung

Nennlüftung

Der Normalfall bei üblicher Nutzung. Sichert Hygiene und Gesundheitsschutz.

130% der Nennlüftung

Intensivlüftung

Für Lastspitzen: Kochen, Duschen, Wäschetrocknen, Besuch.

Die vierte Stufe ist die Lüftung zum Feuchteschutz. Sie muss rund um die Uhr sichergestellt sein, auch bei längerer Abwesenheit, und schützt das Gebäude vor Feuchteschäden und Schimmel. Ihr Wert hängt vom Wärmeschutzniveau des Gebäudes ab und lässt sich nicht auf einen festen Faktor verkürzen — deshalb steht hier keine Zahl dafür.

Wann Sie ein Lüftungskonzept brauchen

Ein Lüftungskonzept ist Pflicht bei jedem Neubau — und bei Sanierungen, sobald mehr als ein Drittel der Fenster ausgetauscht oder mehr als ein Drittel der Dachfläche abgedichtet wird. Es beantwortet eine einzige Frage: Reicht die Undichtigkeit der Gebäudehülle noch aus, um den Feuchteschutz ohne Zutun der Bewohner sicherzustellen?

Diese Pflicht wird in der Praxis regelmäßig übersehen. Das Ergebnis sieht man ein bis zwei Winter später: neue dichte Fenster, unveränderte Nutzung, Schimmel in den Raumecken. Wer die Fenster tauscht, ohne die Lüftung mitzudenken, verlagert das Feuchteproblem lediglich von der Scheibe an die Wand.

Richtwerte

Luftwechselraten außerhalb der Wohnung

Für Büro, Schule und Gewerbe gelten andere Regelwerke. Diese Werte aus der Praxis geben eine erste Orientierung, ersetzen aber keine Auslegung.

Orientierungswerte für frühe Planungsphasen
RaumtypLuftwechsel n [1/h]Hinweis
Büro und Besprechung3 – 6Zusätzlich das CO₂-Kriterium beachten.
Schul- und Seminarräume4 – 8Belegungsdichte und Lastspitzen sind maßgebend.
Flure und Nebenräume2 – 4Oft über Überströmung mitversorgt.
Sanitärbereiche5 – 10Geruchs- und Feuchteschutz bestimmen den Wert.
Umkleide und Sozialräume4 – 8Nutzungsdichte entscheidet.
Lager, trocken1 – 3Je nach Stofflast und Nutzung.
Vom Volumenstrom zum Kanal

Kanalgrößen und Geschwindigkeiten

Steht die Luftmenge fest, folgt der Querschnitt. Zu klein heißt Geräusche und Druckverlust, zu groß heißt verlorener Platz in der Decke.

Überschlägige Kanalgrößen bei rund 4 m/s
VolumenstromRundrohrRechteckkanal
200 m³/hØ 125200 × 100
400 m³/hØ 160250 × 120
800 m³/hØ 250400 × 150
1.200 m³/hØ 315500 × 170
1.800 m³/hØ 400600 × 210
2.500 m³/hØ 450700 × 250
3.500 m³/hØ 560900 × 280
Empfohlene Strömungsgeschwindigkeiten
Abschnittv [m/s]Hinweis
Hauptkanal in der Technikzentrale5,0 – 7,0Wirtschaftlich, aber mit Geräuschrisiko.
Hauptstrang auf der Etage4,0 – 5,5Guter Kompromiss aus Platz und Akustik.
Nebenstrang und Verteilung2,5 – 4,0Für komfortorientierte Nutzung sinnvoll.
Anschluss zum Luftauslass1,5 – 2,5Akustisch günstig, weniger Zugerscheinungen.
Abluft Küche und Technik4,0 – 6,0Je nach Hygiene- und Verschmutzungsanforderung.
Häufige Fragen

Luftmenge und Lüftung — kurz beantwortet

Wie viel Luft braucht eine Wohnung?
Nach DIN 1946-6 ergibt sich der Bedarf aus dem größeren von zwei Werten: der Summe der Ablufträume — Küche und Bad je 45 m³/h, separates WC 25 m³/h — oder 30 m³/h je Person. Eine Wohnung mit Küche, Bad und WC kommt so auf 115 m³/h bei Nennlüftung; bei vier Bewohnern bleibt es dabei, weil 120 m³/h aus dem Personenansatz knapp darüber liegen.
Brauche ich ein Lüftungskonzept?
Ein Lüftungskonzept ist bei jedem Neubau und bei jeder Sanierung nötig, bei der mehr als ein Drittel der Fenster ausgetauscht oder mehr als ein Drittel der Dachfläche abgedichtet wird. Es prüft, ob Fensterlüftung allein den Feuchteschutz sicherstellt. In der Praxis wird diese Pflicht häufig übersehen — mit dem Ergebnis, dass eine dichte Gebäudehülle ohne Lüftungslösung entsteht.
Was sind die vier Lüftungsstufen der DIN 1946-6?
Lüftung zum Feuchteschutz sichert das Gebäude dauerhaft gegen Feuchteschäden, unabhängig davon, ob jemand da ist. Die reduzierte Lüftung deckt Hygiene-Mindestanforderungen bei zeitweiliger Abwesenheit ab und liegt bei 70 Prozent der Nennlüftung. Die Nennlüftung ist der Normalfall bei üblicher Nutzung. Die Intensivlüftung fängt Lastspitzen ab und liegt bei 130 Prozent der Nennlüftung.
Was ist die Luftwechselrate?
Sie gibt an, wie oft das gesamte Raumluftvolumen pro Stunde ausgetauscht wird — Volumenstrom geteilt durch Raumvolumen, Einheit 1/h. In Wohnungen liegt die Nennlüftung meist zwischen 0,4 und 0,6 pro Stunde. Wichtig: Die Luftwechselrate ist das Ergebnis der Berechnung, nicht ihr Ausgangspunkt.
Reicht Fensterlüftung aus?
Für den Feuchteschutz muss die Lüftung nutzerunabhängig funktionieren — also auch im Urlaub. Genau daran scheitert die Fensterlüftung bei dichten Gebäuden regelmäßig. Ob sie im Einzelfall genügt, entscheidet der rechnerische Vergleich im Lüftungskonzept zwischen der Infiltration durch die Gebäudehülle und dem erforderlichen Volumenstrom für den Feuchteschutz.
Welche Rolle spielt die Wohnfläche?
Die DIN 1946-6 kennt neben Ablufträumen und Personenzahl auch ein flächenbezogenes Verfahren. Dessen Beiwerte stehen allein in der Norm, weshalb dieser Rechner sie nicht wiedergibt. Die Fläche geht hier nur in die Luftwechselrate ein, damit Sie das Ergebnis einordnen können. Für ein förderfähiges oder prüffähiges Lüftungskonzept gehört das vollständige Verfahren gerechnet.
Gilt der Rechner auch für Büro und Gewerbe?
Nein. Für Nichtwohngebäude gelten andere Regelwerke, unter anderem DIN EN 16798 und die Arbeitsstättenregeln; dort bestimmen Belegungsdichte, CO₂-Gehalt und Stofflasten den Bedarf. Die Richtwerte für Luftwechselraten weiter unten auf dieser Seite geben dafür eine erste Orientierung, ersetzen aber keine Auslegung.
Wie genau ist das Ergebnis?
Der Rechner liefert den Gesamt-Außenluftvolumenstrom nach den beiden gebräuchlichsten Verfahren der Norm und ist damit für eine erste Einordnung belastbar. Nicht enthalten sind die Aufteilung auf einzelne Zulufträume, die Infiltration der Gebäudehülle, der Nachweis des Feuchteschutzes und die Auslegung der Anlage selbst.
Vor dem Fenstertausch

Brauchen Sie ein Lüftungskonzept?

Wir erstellen es nach DIN 1946-6 — mit dem Nachweis, ob Fensterlüftung noch genügt, und wenn nicht, mit einer Lösung, die zum Gebäude passt statt zum Katalog eines Herstellers.