Neubau

Ökobilanz (LCA) für den Neubau

Treibhausgase über den gesamten Lebenszyklus — die Rechnung, an der Klimafreundlicher Neubau und QNG tatsächlich hängen.

DIN EN 15804DIN EN 15978QNGÖKOBAUDAT

Worum es geht

Die Ökobilanz rechnet aus, welche Umweltwirkungen ein Gebäude über sein Leben verursacht: Herstellung der Baustoffe, Transport, Einbau, Austausch verschleißender Bauteile, Energieverbrauch im Betrieb und schließlich Rückbau und Entsorgung. Für die Förderung zählt daraus vor allem eine Kennzahl — die Treibhausgasemissionen je Quadratmeter und Jahr.

Diese Zahl entscheidet über den Klimafreundlichen Neubau und über das QNG-Siegel. Und sie verhält sich anders, als viele erwarten: Ein Haus mit sehr dicker Dämmung und viel Beton kann im Betrieb sparsam sein und trotzdem an der Grenze scheitern, weil in der Konstruktion zu viel steckt.

Wir rechnen die Bilanz für Ihren Entwurf und zeigen, welche Bauteile die Zahl treiben. Erfahrungsgemäß sind es wenige Positionen — Keller, Decken, Dämmstoffe, Fassade —, an denen sich mit überschaubaren Änderungen viel bewegen lässt.

Für wen das gedacht ist

  • Bauherren, die KFN oder QNG anstreben
  • Bauherren, die zwischen Massiv-, Holz- und Hybridbauweise entscheiden
  • Planer, die eine belastbare Bilanz für die Zertifizierung brauchen
  • Bauherren, denen die Klimawirkung ihres Hauses unabhängig von Förderung wichtig ist

Was wir konkret tun

  • Aufbau des Bauteilmodells aus Ihrer Planung
  • Bilanzierung der Lebenszyklusphasen nach den Regeln des Bewertungssystems
  • Ermittlung der Treibhausgasemissionen je Quadratmeter und Jahr
  • Abgleich mit den Grenzwerten von KFN und QNG
  • Identifikation der Bauteile mit dem größten Anteil
  • Variantenvergleich für die kritischen Positionen
  • Dokumentation in der für die Zertifizierung geforderten Form

Was Sie am Ende in der Hand haben

  • Ökobilanz mit Kennwert und Abgleich gegen den Grenzwert
  • Rangliste der emissionsstärksten Bauteile
  • Konkrete Änderungsvorschläge mit ihrer Wirkung auf die Bilanz
  • Unterlage, die im Zertifizierungsverfahren verwendbar ist

Ablauf

SCHRITT 01

Modell aufbauen

Wir übersetzen Ihre Bauteilaufbauten in ein bilanzierbares Modell mit Mengen und Materialien.

SCHRITT 02

Bilanzieren

Berechnung der Lebenszyklusphasen mit den vorgeschriebenen Datensätzen.

SCHRITT 03

Auswerten

Wir zeigen, welche Bauteile die Zahl treiben und wo Änderungen am meisten bringen.

SCHRITT 04

Nachrechnen

Ausgewählte Alternativen rechnen wir erneut, damit die Entscheidung auf Zahlen steht.

Was wir von Ihnen brauchen

  • Planung mit Flächen und Bauteilaufbauten
  • Materialangaben inklusive Dämmstoffe und Bekleidungen
  • Angaben zur Haustechnik
  • Falls vorhanden: Ausschreibungstexte oder Massenermittlung
  • Angaben zur geplanten Photovoltaik

Fehlt etwas davon? Kein Problem — wir sagen Ihnen im Erstgespräch, wie sich die Lücke schließen lässt.

Häufige Fragen zu Ökobilanz

Ist Holzbau automatisch besser?
Häufig ja, aber nicht zwangsläufig. Ein Holzbau mit großem Keller, aufwändigen Estrichen und kunststoffbasierten Dämmstoffen kann schlechter abschneiden als ein schlanker Massivbau. Entscheidend ist das Gesamtbild, nicht der Tragwerkstoff allein.
Wann muss die Ökobilanz vorliegen?
Für die Förderung mit dem Antrag, also vor Vorhabenbeginn. Sinnvoll ist sie aber schon im Entwurf — dann sind Änderungen noch möglich und kosten wenig.
Welche Daten verwenden Sie?
Die für das jeweilige Bewertungssystem vorgeschriebenen Datensätze, in Deutschland im Regelfall die ÖKOBAUDAT. Herstellerangaben nutzen wir nur, wo sie als geprüfte Umweltproduktdeklaration vorliegen.
Lohnt sich die Bilanz ohne Förderabsicht?
Als Pflichtübung nein. Als Entscheidungshilfe im Entwurf oft schon: Sie zeigt sehr direkt, welche der teuren Bauteilentscheidungen sich klimatisch wirklich lohnen.
Technisch weiter

Wenn es konkret wird: Berechnung statt Empfehlung

Heizungswahl, Anlagenauslegung und Photovoltaik gehören zur Bauberatung. Diese Leistungen setzen an dieser Stelle an.

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