Die Wärmepumpe verbraucht viel mehr Strom als versprochen
Die Jahresabrechnung liegt deutlich über der Prognose aus dem Angebot, oder der Zähler läuft im Winter spürbar schneller, als es die Außentemperatur erwarten lässt.
Kostet jeden Tag Geld oder gefährdet Bauteile.
Das können Sie selbst prüfen
Ein paar Schritte, für die Sie nichts brauchen außer der Regelung Ihrer Anlage und etwas Geduld. Sie grenzen die Ursache bereits deutlich ein.
Vorlauftemperatur ablesen
An einem Tag um den Gefrierpunkt am Regler nachsehen, mit welcher Vorlauftemperatur die Anlage fährt. Alles über 50 Grad ist ein deutliches Warnzeichen.
Heizstabanteil bestimmen
Die meisten Regler zählen die Betriebsstunden des elektrischen Heizstabs getrennt. Läuft er außerhalb der Warmwasseraufheizung, ruiniert er die Bilanz.
Verdichterstarts zählen
Betriebsstunden durch Anzahl der Starts teilen. Kommen im Winter nur Minuten pro Start heraus, taktet die Anlage.
Warmwassertemperatur prüfen
Jedes Grad über dem hygienisch Nötigen kostet spürbar, weil Warmwasser das höchste Temperaturniveau braucht.
Wahrscheinliche Ursachen
Zu hohe Vorlauftemperatur
sehr häufigDer mit Abstand größte Hebel. Jedes Grad kostet rund zweieinhalb Prozent Effizienz — von 50 auf 42 Grad sind das etwa ein Fünftel der Stromkosten.
Elektrischer Heizstab läuft mit
häufigEr hat eine Arbeitszahl von eins. Springt er im Normalbetrieb an statt nur unterhalb des Bivalenzpunkts, verdirbt er jede Jahresbilanz.
Falsch eingebundener Pufferspeicher
häufigEin in Reihe eingebundener Puffer mischt Vor- und Rücklauf. Die Anlage muss höher fahren als die Heizflächen bräuchten.
Fehlender hydraulischer Abgleich
häufigOhne Abgleich wird die Vorlauftemperatur angehoben, bis auch der ungünstigste Raum warm wird — alle anderen laufen dann über.
Warmwasser mit falscher Strategie
regelmäßigZu hohe Solltemperatur, dauerhaft laufende Zirkulation und nächtliche Ladung statt Mittagsstunden summieren sich.
Was das mit der Auslegung zu tun hat
Ist die Anlage zu groß gewählt, kann sie ihre Mindestleistung in der Übergangszeit nicht abführen und taktet. Jeder Start kostet Energie, und die Arbeitszahl fällt. Überdimensionierung lässt sich durch Einstellungen mildern, aber nicht beheben — deshalb ist die raumweise Heizlast vor dem Kauf die wichtigste Zahl im ganzen Projekt.
Was hilft
- Heizkurve schrittweise absenken und über mehrere Tage beobachten
- Hydraulischen Abgleich nach Verfahren B durchführen, damit die Absenkung überhaupt trägt
- Heizstabfreigabe und Bivalenzpunkt korrekt parametrieren
- Puffereinbindung prüfen und, wo möglich, auf Bypass umbauen
- Warmwassertemperatur, Ladezeiten und Zirkulation anpassen
Wenn die Vorlauftemperatur trotz Absenkversuchen hoch bleiben muss oder der Heizstab weiterläuft, hilft nur eine Messung von Volumenstrom und Spreizung. Das lässt sich ohne Messtechnik nicht beurteilen.
Häufige Fragen
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Zu hoher Verbrauch, Takten, kalte Räume oder Störabschaltungen — wir finden die Ursache statt Symptome zu behandeln.
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