Vorplanung für SHK-Betriebe

Vorauslegung der Wärmepumpe

Leistung, Bauart, Bivalenzpunkt, Speicher und Arbeitszahl herstellerunabhängig gerechnet — als Entscheidungsgrundlage, bevor Sie ein Gerät ins Angebot schreiben.

VDI 4645VDI 4650DIN EN 12831-1DIN EN 14511§ 14a EnWG

Worum es geht

Die Gerätewahl entscheidet über den Rest des Projekts — und sie fällt im Betriebsalltag oft unter Zeitdruck, anhand der Kesselleistung oder anhand dessen, was der Großhandel gerade liefern kann. Beides führt regelmäßig zu einer Nummer zu groß.

Wir legen die Wärmepumpe auf Basis der raumweisen Heizlast aus: notwendige Vorlauftemperatur aus den realen Heizflächen, Betriebsweise und Bivalenzpunkt, Volumenstrom und Spreizung, Puffer- und Warmwasserspeicher, Sperrzeiten des Netzbetreibers und die elektrische Anschlussleistung. Dazu kommt eine Prognose der Jahresarbeitszahl nach VDI 4650.

Verglichen werden konkrete Geräte anhand ihrer Kennfelder, nicht anhand von Prospektwerten bei A7/W35. Wir sind an keinen Hersteller gebunden — wenn Sie eine Hausmarke führen, rechnen wir selbstverständlich gegen deren Kennfelder und sagen Ihnen, ob das Gerät passt.

Was wir konkret tun

  • Ermittlung der notwendigen Auslegungs-Vorlauftemperatur aus den vorhandenen Heizflächen
  • Leistungsabgleich gegen das Kennfeld konkreter Geräte am Auslegungspunkt Ihres Standorts
  • Festlegung von Betriebsweise und Bivalenzpunkt, Bewertung des Heizstabanteils
  • Volumenstrom, Spreizung und Mindestumlaufwassermenge, Beurteilung der Taktneigung
  • Dimensionierung von Puffer, Reihen- oder Trennspeicher und Warmwasserbereitung
  • Elektrische Anschlussleistung, Anlaufstrom und Umgang mit Sperrzeiten nach § 14a EnWG
  • Prognose der Jahresarbeitszahl nach VDI 4650 mit offengelegten Annahmen
  • Vergleich von zwei bis drei Gerätevarianten, auf Wunsch inklusive Ihrer Hausmarke

Was Sie zurückbekommen

  • Auslegungsbericht als PDF mit Empfehlung und nachvollziehbarer Begründung
  • Gerätevergleich mit Leistung am Auslegungspunkt, Bivalenzpunkt und JAZ-Prognose
  • Vorgaben für Speicher, Volumenstrom und Anbindung, direkt ins Angebot übertragbar
  • Hinweis auf Maßnahmen, die vor der Bestellung zu klären sind — Heizflächen, Elektrik, Aufstellort
  • Auf Wunsch unter Ihrem Briefkopf als Anlage zum Kundenangebot

Ablauf

SCHRITT 01

Grundlage klären

Liegt eine raumweise Heizlast vor, setzen wir darauf auf. Wenn nicht, rechnen wir sie im selben Vorgang mit.

SCHRITT 02

Randbedingungen festlegen

Standort, Normaußentemperatur, Warmwasserbedarf, Sperrzeiten, Wunschfabrikate und Platzverhältnisse.

SCHRITT 03

Varianten rechnen

Zwei bis drei Geräte im Vergleich, jeweils gegen das Kennfeld, nicht gegen den Katalogwert.

SCHRITT 04

Übergabe

Bericht plus kurze Besprechung mit Ihrem Projektleiter, damit die Empfehlung im Kundengespräch trägt.

Was wir von Ihnen brauchen

  • Raumweise Heizlast, sofern vorhanden — sonst übernehmen wir die Berechnung
  • Heizkörperliste oder Angaben zur Fußbodenheizung
  • Wunschfabrikate oder Hausmarke, falls Sie gebunden sind
  • Angaben zur Warmwasserbereitung und zur Zahl der Bewohner
  • Fotos von Aufstellort, Zählerschrank und Heizraum

Fehlt etwas davon? Dann sagen wir Ihnen vor der Beauftragung, wie sich die Lücke schließen lässt — in der Regel über die Bestandsaufnahme.

Häufige Fragen zu Vorauslegung Wärmepumpe

Was unterscheidet die Vorauslegung von der Ausführungsplanung?
Die Vorauslegung beantwortet die Fragen, die vor dem Angebot zu klären sind: Welche Bauart, welche Leistung, welche Vorlauftemperatur, welcher Speicher, welche Elektrik. Die Ausführungsplanung folgt danach und beschreibt die konkrete Anlage bis zur Montage. Wir liefern die Vorauslegung und auf Wunsch die anschließende Rohrnetz- und Abgleichberechnung.
Sind Sie an Hersteller gebunden?
Nein. Wir verkaufen keine Geräte und nehmen keine Herstellerprovisionen. Wenn Sie eine Hausmarke führen, rechnen wir gegen deren Kennfelder — und sagen Ihnen auch, wenn ein Gerät im konkreten Objekt nicht passt.
Wie belastbar ist die JAZ-Prognose?
Sie ist eine Rechnung nach VDI 4650 mit klar benannten Annahmen, keine Zusage. Aussagekräftig ist sie vor allem im Vergleich: Welche Variante liegt besser, und was macht der Unterschied in der Vorlauftemperatur aus. Genau dafür setzen wir sie ein, und die Annahmen stehen offen im Bericht.
Können wir die Vorauslegung unserem Kunden geben?
Ja, dafür ist sie gemacht. Auf Wunsch kommt sie unter Ihrem Briefkopf und ohne unseren Namen. Viele Betriebe legen sie dem Angebot bei — das erklärt den Preis und unterscheidet das Angebot von dem, was der Wettbewerb schickt.
Nicht für Betriebe?

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WärmepumpenauslegungPV & Wärmepumpe