Die Versicherung kürzt nach dem Wasserschaden
Nach einem Wasserschaden im Keller kürzt die Versicherung die Leistung oder lehnt sie ab — meist mit Hinweis auf eine fehlende oder nicht gewartete Rückstausicherung.
Kostet jeden Tag Geld oder gefährdet Bauteile.
Das können Sie selbst prüfen
Ein paar Schritte, für die Sie nichts brauchen außer einer Taschenlampe und etwas Zeit. Sie grenzen die Ursache bereits deutlich ein — und ersparen sich teure Fehlschlüsse.
Schaden vollständig dokumentieren
Fotos mit Übersicht und Detail, Wasserstandsmarken, Datum und Uhrzeit. Vor dem Aufräumen — danach ist es verloren.
Begründung des Versicherers genau lesen
Wird auf eine fehlende Sicherung verwiesen, auf mangelnde Wartung oder auf den Schadenhergang? Die technische Antwort ist jeweils eine andere.
Vorhandene Sicherungen belegen
Rechnungen, Wartungsnachweise, Fotos vom Einbau. Was nicht dokumentiert ist, gilt im Zweifel als nicht vorhanden.
Schadenhergang rekonstruieren
Kam das Wasser aus Abläufen oder von außen? Bei Oberflächenwasser greift das Argument der fehlenden Rückstausicherung gar nicht.
Wahrscheinliche Ursachen
Rückstausicherung fehlt
sehr häufigDer häufigste Kürzungsgrund. Wer entgegen der Entwässerungssatzung nicht gesichert hat, haftet für den Schaden selbst.
Sicherung vorhanden, aber nicht gewartet
häufigDie Wartungspflicht wird regelmäßig übersehen — und im Schadensfall gezielt abgefragt.
Falscher Sicherungstyp
häufigVerschluss für fäkalienfreies Abwasser an einer Kellertoilette gilt als nicht ausreichend gesichert.
Schadenursache falsch zugeordnet
regelmäßigOberflächenwasser wird als Rückstau behandelt oder umgekehrt — und damit der falsche Deckungsbaustein geprüft.
Elementarschadendeckung nicht eingeschlossen
regelmäßigKein technisches, sondern ein vertragliches Thema — dann hilft auch die beste Dokumentation nicht.
Was das mit der Planung zu tun hat
Der Streit dreht sich fast immer um die Frage, ob die Entwässerungsanlage den anerkannten Regeln der Technik und der kommunalen Satzung entsprach. Wer Entwässerungsplan, Rückstaunachweis und Wartungsbelege vorlegen kann, steht deutlich besser da — und genau diese Unterlagen entstehen beim Entwässerungsantrag, lange bevor jemand an einen Schaden denkt.
Was hilft
- Schadenhergang technisch nachvollziehbar rekonstruieren und dokumentieren
- Vorhandene Sicherungen und deren Wartung belegen
- Prüfen, ob die eingebaute Sicherung dem Abwassertyp entspricht
- Bei Oberflächenwasser klarstellen, dass Rückstauargumente nicht greifen
- Technische Stellungnahme als Grundlage für die Auseinandersetzung erstellen lassen
Sobald gekürzt wird. Wir liefern die technische Bewertung — ob die Anlage den Regeln entsprach und wie der Schaden entstanden ist. Die versicherungsrechtliche Auseinandersetzung selbst gehört in die Hände eines Anwalts; wir arbeiten ihm zu.