Die Wärmepumpe wird vom Netzbetreiber abgeschaltet
Die Anlage steht zu bestimmten Zeiten still, ohne eine Fehlermeldung anzuzeigen. Häufig morgens oder am frühen Abend, und meist in wiederkehrendem Rhythmus.
Häufig unkritisch — erst mit Daten bewerten.
Das können Sie selbst prüfen
Ein paar Schritte, für die Sie nichts brauchen außer der Regelung Ihrer Anlage und etwas Geduld. Sie grenzen die Ursache bereits deutlich ein.
Zeiten notieren
Treten die Stillstände zu festen Uhrzeiten auf, spricht das für eine Sperrzeit und nicht für einen Defekt.
In der Regelung nachsehen
Die meisten Geräte zeigen einen eigenen Betriebszustand für die Netzsperre an — dann ist die Ursache eindeutig.
Vertrag prüfen
Wurde ein Wärmepumpentarif mit reduzierten Netzentgelten gewählt, ist die Steuerbarkeit Teil der Vereinbarung.
Raumtemperatur beobachten
Entscheidend ist nicht der Stillstand, sondern ob er im Wohnraum überhaupt spürbar wird.
Wahrscheinliche Ursachen
Vereinbarte Sperrzeiten im Wärmepumpentarif
sehr häufigGegen reduzierte Netzentgelte darf der Netzbetreiber die Anlage zeitweise unterbrechen. Das ist Vertragsbestandteil, kein Fehler.
Steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG
häufigDie Leistung darf in Ausnahmesituationen begrenzt werden, im Gegenzug gibt es reduzierte Netzentgelte.
Anlage ohne Reserve ausgelegt
regelmäßigWurde die Sperrzeit bei der Auslegung nicht berücksichtigt, fehlt die Leistung, um sie aufzuholen.
Heizstab überbrückt die Sperre
gelegentlichDie teuerste Variante: Statt zu überbrücken, heizt die Anlage elektrisch nach.
Was das mit der Auslegung zu tun hat
Sperrzeiten sind kein Defekt, sondern eine Auslegungsvorgabe. Ist die Anlage darauf ausgelegt — mit ausreichender Leistungsreserve und genug Speichermasse —, merkt niemand etwas davon. Fehlt diese Reserve, wird aus einer planbaren Randbedingung ein Komfortproblem. Berücksichtigt wird sie in der Heizlastberechnung und bei der Gerätewahl, nicht nachträglich in der Regelung.
Was hilft
- Prüfen, ob überhaupt eine Sperrzeit vorliegt oder ein anderer Grund
- Ladezeiten für Warmwasser außerhalb der Sperrzeiten legen
- Speichermasse nutzen: das Gebäude vor der Sperrzeit leicht vorwärmen
- Heizstabfreigabe so setzen, dass er die Sperre nicht teuer überbrückt
- Wärmepumpentarif und Zählerkonzept gegen die Mehrkosten rechnen
Wenn die Sperrzeiten im Wohnraum spürbar werden. Dann fehlt Auslegungsreserve, und es ist zu klären, ob Speichermasse und Betriebsweise das auffangen können.
Häufige Fragen
Wie lange dauern Sperrzeiten?
Lohnt sich ein Wärmepumpentarif trotzdem?
Kann ich die Steuerbarkeit ablehnen?
Wenn Sie es klären lassen wollen
PV, Wärmepumpe & Netzanschluss
Eigenverbrauch, Speicher, Zählerkonzept und die Regeln nach § 14a EnWG — sinnvoll kombiniert statt teuer überinstalliert.
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