Versickerungsanlage planen & bemessen
Rigole, Sickertunnel, Sickerschacht oder Mulde: Bauform und Volumen nach DWA-A 138 gerechnet — mit kf-Wert, Regenspende und Überflutungsnachweis statt Katalogangabe.
Worum es geht
Ob Regenwasser auf dem Grundstück versickert werden darf, entscheidet nicht der Wunsch, sondern der Untergrund: die Durchlässigkeit des Bodens, der Abstand zum höchsten Grundwasserstand und die Lage im Wasserschutz- oder Altlastengebiet. Erst danach stellt sich die Frage nach der Bauform.
Wir werten Baugrundgutachten, Bohrprofile und kf-Werte aus, rechnen die abflusswirksamen Flächen mit ihren Abflussbeiwerten gegen die örtliche Regenspende und bemessen die Anlage nach DWA-A 138. Dabei vergleichen wir die Bauformen an Ihren Zahlen: Rigole, Sickertunnel, Sickerschacht und Mulden-Rigolen-System unterscheiden sich in Bautiefe, Flächenbedarf, Reinigungswirkung und Wartungsaufwand erheblich.
Sie bekommen eine Bemessung, die die Behörde prüfen und jeder Tiefbauer bauen kann — einschließlich Überflutungsnachweis und der oft übersehenen Frage, wohin das Wasser läuft, wenn die Anlage voll ist.
Für wen diese Leistung gedacht ist
- Bauherren, deren Bebauungsplan oder Satzung Versickerung verlangt
- Eigentümer, die Dachflächen vom Siel abkoppeln und Gebühren sparen wollen
- Alle mit einem alten Sickerschacht, der bei Starkregen überläuft
- Bauherren, die vor der Materialbestellung wissen wollen, welche Bauform trägt
Was wir konkret tun
- Auswertung von Baugrundgutachten, Schichtenverzeichnis und kf-Wert
- Einordnung des maßgebenden Grundwasserstands und der Deckschichten
- Abgleich mit Wasserschutz-, Altlasten- und Überschwemmungsgebieten
- Ermittlung der abflusswirksamen Flächen je Belag mit Abflussbeiwerten
- Bemessung des Speicher- und Sickervolumens nach DWA-A 138
- Vergleich der Bauformen: Rigole, Sickertunnel, Sickerschacht, Mulden-Rigolen-System
- Festlegung von Vorreinigung, Notüberlauf und Überlaufweg
- Überflutungsnachweis nach DIN 1986-100 für das 30-jährliche Ereignis
Was Sie am Ende in der Hand haben
- Prüffähige Bemessung mit allen Eingangsgrößen und Zwischenschritten
- Empfehlung der Bauform mit Begründung und Alternativen
- Lageplan mit Anlagenstandort, Abständen und Überlaufweg
- Schnitt mit Sohlhöhe, Überdeckung und Abstand zum Grundwasser
- Nachweis in der von der Kommune geforderten Form
Ablauf
Machbarkeit klären
Sie schicken Lageplan, Dachflächen und — falls vorhanden — das Baugrundgutachten. Wir sagen früh, ob Versickerung überhaupt trägt.
Kennwerte sichern
Fehlt der kf-Wert, klären wir, ob ein Sickerversuch nötig ist oder Kartenmaterial und Nachbarbohrungen ausreichen.
Bemessen
Volumen, Bauform, Vorreinigung und Überlaufweg werden gerechnet und gegeneinander abgewogen.
Übergabe
Sie erhalten Berechnung und Plan und wir gehen die Konsequenzen für Aushub, Material und Genehmigung durch.
Was wir von Ihnen brauchen
- Lageplan des Grundstücks mit Grenzen und Gebäude
- Dachflächen sowie Flächen von Terrasse, Zufahrt und Nebengebäuden
- Baugrundgutachten oder Bohrprofil, falls vorhanden
- Angaben zum Grundwasserstand, soweit bekannt
- Bebauungsplan oder Entwässerungssatzung, falls vorliegend
Fehlt etwas davon? Kein Problem — wir sagen Ihnen im Erstgespräch, wie sich die Lücke schließen lässt.
Häufige Fragen zu Versickerungsanlage
Wie groß muss eine Rigole sein?
Kiesrigole oder Füllkörperrigole?
Ab welchem kf-Wert ist Versickerung sinnvoll?
Darf die Anlage überbaut werden?
Welches Problem haben Sie konkret?
Zu jedem dieser Symptome gibt es eine Seite mit wahrscheinlichen Ursachen und einem Selbstcheck, den Sie ohne Werkzeug durchführen können.
Versickerungsanlage mit Termin vor Ort
Diese Leistung fragen Bauherren besonders häufig in diesen Orten an. Für Aufnahme und Messung kommen wir zu Ihnen.
Leistungen, die häufig gemeinsam gebucht werden
Entwässerungsantrag & Grundstücksentwässerung
Antragsunterlagen für die Gemeinde, Berechnung von Schmutz- und Regenwasser, Rückstausicherung und Versickerung.
Mehr erfahrenRegenrückhaltung & Drosselabfluss
Wenn das Siel nur wenige Liter je Sekunde annimmt: Rückhaltevolumen, Drosselorgan und Notüberlauf nach DWA-A 117 bemessen.
Mehr erfahrenRegenwassernutzung & Zisterne
Zisterne richtig dimensionieren: Ertrag der Dachfläche gegen tatsächlichen Bedarf, Trennung vom Trinkwasser nach DIN 1989-100.
Mehr erfahrenGrundstücksentwässerung: Material und Einbau begleiten
Stückliste, Lieferung zum Aushubtermin und Kontrolle beim Einbau: Sohle, Gefälle, Vlies, Filter und Notüberlauf — dokumentiert für Ihre Unterlagen.
Mehr erfahren